Show

Teresa Vittucci, Colin Self

Trilogie In Praise of Vulnerability: DOOM

Teresa Vittucci zeigt ihre Trilogie In Praise of Vulnerability ein letztes Mal. Alle drei Stücke der Trilogie sind in derselben Woche am Tanzhaus Zürich zu Gast. Eine einmalige Gelegenheit das Schaffen Vittuccis als geballte Ladung (erneut) zu erleben.

In DOOM, dem zweiten Teil einer Trilogie, die sich mit Verletzlichkeit befasst, lädt Teresa Vittucci den Komponisten und Performer Colin Self ein,gemeinsam die Ursprünge der Weiblichkeit zu erforschen, wie sie in der griechischen Mythologie und im Buch Genesis der Bibel beschrieben und geschaffen wurden: Eva und Pandora.

Die Rollen der Eva und Pandora, deren Geschichten bis heute als warnende Erzählungen über die Bedrohung durch weibliches Wissen dienen, waren in allen christlich-judischen und abrahamitischen Gesellschaften von entscheidender Bedeutung für die Stellung der Frau – und jenen, die diesem Geschlecht zugeordnet werden. Das Stück untersucht die beiden Frauenfiguren, ihr paralleles Schicksal, ihre Rezeption, Erzählung und Wirkung aus einer kritischen und queer-feministischen Perspektive.

In einer poetischen und humorvollen Spurensuche begeben sich Vittucci und Self in das Feld des ungewissen Wissens dieser Geschichten. Wer wird verletzt, wenn weibliche Neugier auf die patriarchale Struktur trifft? Und welches Risiko birgt die Entscheidung, die Augen trotz allem doch zu öffnen?

Nebst DOOM zeigen wir HATE ME, TENDER sowie SANE SATAN.

Frauenwissen in der Männerwelt.
Verboten, verpönt und unbequem.

«Frag nicht nach.»

«Du brauchst nicht alles wissen.»

Nachfragen und wissen wollen war für Frauen lange verboten und verpönt.

Das lernen wir schon als Kinder aus der Bibel.
Gott hat die neugierige Eva aus dem Paradies vertrieben, nachdem sie in den verbotenen Apfel gebissen hat. Und auch die griechische Legende von Pandora warnt vor der neugierigen Frau: Als Pandora trotz einer Warnung von Zeus die Büchse öffnet, bringt sie Unheil über die Menschen.

Neugierige und ungehorsame Frauen galten als unbequem.

Das Stück DOOM hinterfragt die Geschichten von Eva und Pandora.

Es stellt den Zuschauerinnen und Zuschauern die Fragen:
Wie wirkten Eva und Pandora auf unsere Gesellschaft?
Wie haben sie das Leben der Frauen beeinflusst?

Teresa Vittucci zeigt, wie Frauen in die traditionelle Männerwelt des Wissens vordringen und und dabei ihre eigenen Wahrheiten entdecken.

Teresa Vittucci sucht mit viel Humor und Poesie nach Antworten.
Gemeinsam mit dem Performer Colin Self entwickelt sie einen feministischen Blickwinkel. Und lässt auch andersartige Gedanken zu, frei von weiblichen oder männlichen Symbolen.

  • Ab 16 Jahren

Choreografie, Gesang, Performance Teresa Vittucci
Musik, Gesang, Performance Colin Self
Szenografie Anna Wohlgemuth
Lichtdesign Thomas Giger
Technische Leitung Marek Lamprecht, Anahí Pérez
Dramaturgische Beratung Benjamin Egger
Dramaturgische Begleitung Tanzhaus Zürich Marc Streit
Produktionsleitung Kira Koplin / GROUNDWORKERS
Administration Karin Erdmann
Produktion OH DEAR! Zürich und OH DEAR productions

Koproduziert von Tanzhaus Zürich, Dampfzentrale Bern, Arsenic Lausanne, Théâtre St-Gervais Genève, Art Stations Foundation CH, Sophiensæle Berlin und WUK Wien

Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Migros-Kulturprozent, Stiftung Ernst Göhner und Stadt Wien Kultur
Tournee gefördert durch Migros-Kulturprozent

Speziellen Dank an Theater Neumarkt und Muzeum Susch

Fotos Byron Gago

Teresa Vittucci

Teresa Vittucci ist ein:e in Wien geborene Künstler:in und seit 2015 in Zürich ansässig. Ihre Arbeit ist im Bereich der zeitgenössischen Tanzperformance verwurzelt und untersucht feministische und queere Perspektiven auf Popkultur, Geschichte und Religion. Subversive Witze sind immer Teil des Prozesses, wobei Humor ein wesentlicher Aspekt ihrer Arbeit ist. Neben Teresas umfangreicher Solotätigkeit arbeitet sie mit anderen Künstler:innen wie Colin Self, Marilú Mapengo Namoda, Annina Machaz, Simone Aughterlony, Nils A. Lange, Michael Turinsky und Claire V. Sobottke, Melanie Jame Wolf sowie dem Theater HORA zusammen.

Teresa wurde 2018 mit dem Anerkennungspreis der Stadt Zürich als Performer:in ausgezeichnet und erhielt 2019 den Schweizer Tanzpreis für den ersten Teil ihrer Trilogie HATE ME, TENDER. Im Jahr 2022 kreierte sie das Solo RIDE auf Einladung des Centre Pompidou und Leopoldine Turbat als Antwort auf das wichtige feministische Werk der Avantgarde-Künstlerin und Filmemacherin Ulrike Ottinger. SACRE! - eine Zusammenarbeit mit Annina Machaz und dem Theater HORA - hatte im selben Jahr Premiere. Im Herbst 2023 wurde Teresa vom Deutschen Theater Berlin eingeladen, ihr Solo neu zu interpretieren. Das Ergebnis, HATE ME, TENDER_revisited, ist Teil des Repertoires und wird regelmässig in Berlin aufgeführt. Im März 2024 wird Teresa das dritte Werk ihrer Trilogie im Tanzhaus Zürich uraufführen.

Colin Self

Colin Self ist ein US-amerikanischer Künstler, Komponist und Choreograf. Seine Arbeit konzentriert sich auf Vorstellungen von Gender, Kommunikation und Bewusstsein, und seine Praxis umfasst soziale Beziehungen und digitale Technologien. Der queere Komponist, Sänger, Choreograf, Performer, Schauspieler und Party-Host gleitet zwischen den Geschlechtern, Kunstformen und Medien hin und her. Er komponiert und inszeniert Opern, produziert Performances für den Kunstkontext, tritt im schwulen Nachtleben auf. Zuletzt tourte er mit Holly Herndon als Support von Radiohead durch Europa. Trotz zahlloser Projekte zwischen Hoch- und Subkultur, Kunst und Aktivismus treibt Self ein integrierendes Thema an: Wie entstehen Gemeinschaften jenseits biologischer Verwandtschaft?

Daten / Reservation
Donnerstag, 09.04.2026
Clock 20:00 — 21:00
  • Soli: CHF 35
  • Regulär: CHF 25
  • Budget: CHF 15

Bühne 1
Tanzhaus Zürich
Wasserwerkstrasse 127a
8037 Zürich

  • Dauer: 1h
  • Gesprochene Sprache: Englisch
  • Rollstuhlgängig

Inhaltsangaben

  • Plötzliche Dunkelheit
  • Nacktheit
  • Grosse Lautstärke
  • Stroboskoplicht